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777 - Dein Blut in meinen Adern - P18 - BillxTom - (2/7)

Sünde Luxuria ° Wollust
Autor: unverdorben
Charaktere: Bill, Tom, OFC x 2
Rating: P18 (Slash)
Warnungen/Genre: Lemon, Drug Use, (Twincest)
Zusammenfassung: Bill würde sowas nie machen.
Disclaimer: Bill hat sich gut eingelebt, Tom hadert allerdings noch mit der Tatsache, dass ich eines seiner Long-Ts in ein Minikleid umgenäht habe. Ihr dürft ihn trösten, er steht auf Ego-Petting. // Das Zitat stammt von Giorgio Baffo, der eigentlich Zorzi heißt und Senator der Rebublik von Venedig war.
Kommentar: Geschrieben für 7_suenden.



Wenn die Wollust schreit,
hat das Loch einer Bettlerin so viel Wert
wie das einer Edelfrau.



„Scheiße, sind das fette Titten“, raunt Tom mir ins Ohr. Sein Atem ist heiß, riecht nach Alkohol und kriecht in so delikaten Schauern meinen Hals hinunter, dass ich mich noch näher an ihn dränge und er beinahe ins Schwanken gerät.
„Meinste, die sind echt?“

Ich kneife die Augen zusammen und folge dem Blick meines subtil sabbernden Bruders zu zwei Titten auf Beinen und einem Wischmopp oben drauf. Der Frisör gehört schon mal erschossen. Die angeblich beste Freundin, die diesen Dolly Buster-Verschnitt mit so einer Hüfthose aus dem Haus hat gehen lassen, auch.

Liebe Damen, jeder Mann, der nur ein Fünkchen mehr Geschmack als mein göttlicher Zwilling besitzt, findet es alles andere als sexy, wenn euch das überschüssige Fett eures mittels zu kleiner Hose zum Knackarsch komprimierten Hinterteils über den Hosenbund quillt. Und wenn ihr es trotzdem partout nicht lassen könnt, mein armes Ästhetikgefühl zu vergewaltigen, dann seid wenigstens so gnädig und zieht kein bauchfreies Top an. Es sei denn, ihr schenkt mir zusätzlich ein kleines „e“, damit ich aus meinem Stil einen Stiel machen und euch so lange in die Wampe stechen kann, bis ihr kapiert habt, dass es allerhöchste Zeit für eine Diät und einen Spiegel am Kleiderschrank ist.

Wenigstens hat dieses unfähige Weib da vorne im Gegensatz zu so mancher Kollegin wirkungsvolle Ablenkungsmanöver vorzuweisen. Hätte ich etwas weniger getrunken, würde ich mich jetzt wahrscheinlich fragen, ob sie sich wohl Blei in den Arsch hat implantieren lassen, um das Gleichgewicht halten zu können. Und sollte das Alphabet jemals um einen Buchstaben nach dem „Z“ bereichert werden, weiß ich, wer schuld daran ist.

Ich gestehe, ich bin wirklich schwer beeindruckt. Ich war siebzehn Jahre lang minderjährig, ich habe siebzehn Jahre lang geglaubt, dass Pornos gucken cool ist, und ich habe viel gesehen, aber diese Möpse übertrifft einzig und allein nur Woody Allen´s Riesentitte im Hochhausformat.

„Was nu´? Mutter Natur hatte ´nen guten Tag?“, nuschelt Tom ungeduldig. Die Frage könnte er sich eigentlich sparen, er ist selbst Fachmann, aber es gehört bei uns zum guten Ton, erst die Meinung des Zwillings einzuholen, bevor der Haken ausgeworfen und der Fisch an Land gezogen wird.

Riesentittes Schätzchen wogen bei jeder noch so kleinen Bewegung deutlich auf und ab. Ich würde es ja „wabern“ nennen, aber Tom hat sich gerade frisch verliebt und das will ich ihm nicht kaputt machen.

„Echt“, bestätige ich mit einem Nicken und auf Toms Gesicht macht sich ein verträumtes Grinsen breit. Ich kann mir nur zu gut denken, was er mit Riesentitte anzustellen gedenkt.

„Ok“, sagt er, „jetzt du.“

„Ich mag nicht“, nörgle ich und mache einen Schmollmund. „Such mir was aus.“

Tom verdreht die Augen und schnaubt übertrieben.

„Bitte“, bettle ich innerlich darüber jubelnd, wie widerstandslos er heute auf meine Masche eingeht. Riesentitte muss ihm wirklich gehörig den Kopf verdreht haben.

Ich wende mich ihm zu und fixiere ihn mit dem glitzerndsten Hundewelpenblick, den ich aktuell auf Lager habe. Ich bin so klein und süß, du musst mich lieb haben, fiep, fiep!

Tom schluckt hart. Sein Kinn zuckt ein wenig nach vorn, nur ein winziges Stückchen, und der ahnungslose 0815-Zuschauer käme niemals darauf, von was Tom sich gerade selbst zurückhalten muss.

Aber ich weiß es. Ich weiß, dass ihm sein großes Bruderherz zerfließt vor Rührung und er sich vorstellt, wie er mir mit einem harten Kuss das Betteln austreiben würde, wenn wir allein wären. Sind wir aber nicht. Tja, Tom, beiß dir auf die Zunge und mach deinen Bill glücklich.

„Was“, krächzt Tom und räuspert sich, „hättest du heute denn gern?“

Ich fahre mir mit der Zungenspitze zwei Mal über die Oberlippe und lege meine hübsche Stirn in Falten.

„Was kleines. Blond. Muss nicht viel dran sein.“

Tom nickt beflissen und beginnt, das Angebot auf der Tanzfläche und an den Bars zu abzuscannen, während ich nach seiner Hand greife und mit seinen rauen Fingern spiele.

Ich liebe seine kleinen Schwielen und ich liebe es, wenn er Ischen für mich aussucht. Es fängt jedes Mal auf meiner Kopfhaut an zu kribbeln, wenn er angestrengt die Menge studiert und ich die Augen schließen und seinen herben Geruch inhalieren kann. Testosteron, AXE und Tom, eine berauschende Mischung. Er kann von Glück reden, dass ich seine Körperwärme genauso genieße, denn sonst hätte ich ihn schon längst á la Grenouille in Flakons abgefüllt und hinter meine Ohren getupft.

Aus einigen Metern Abstand sieht er vielleicht gelassen aus – Tom, der coole Checker –, aber ich kann sein Herz schlagen hören und das Wissen, dass er von der Basecap bis zu den Nikes angespannt ist wie ein Flitzebogen, lässt das Kribbeln über meinen Nacken laufen und von einem Wirbel zum nächsten abwärts springen, bis es meinen Bauch in einen Whirlpool verwandelt.
Tom ist auf der Jagd und ich bin der Glückliche, dem er die Maus vor die Füße legen wird.

„Got it“, sagt er nach einer Weile, für meinen Geschmack viel zu früh. Bei seinem Tonfall könnte er sich gleich selber auf die Schulter klopfen.

„Da drü...“, beginnt er, aber ich würge ihn rechtzeitig ab.

„Überraschung, ja?“, lächle ich ihn an und er lächelt zurück und legt seine Hand auf meinen Rücken. Er streichelt mich, nur mit dem Daumen, und ich frage mich bis heute, warum das noch nie einem Paparazzo aufgefallen ist. Andauernd in fremde, feindliche Blitzlichter schauen zu müssen, macht offensichtlich blind für die kleinen, aber feinen Details. Tja, Pech, kann ich da nur sagen.

„Geh schon mal hoch“, sagt Tom.

„Du kommst nachher?“

Er versteht die zugegebenermaßen lahme Zweideutigkeit, zieht einen Mundwinkel nach oben und meint: „Du warst schon mal besser.“

„Eloquenz hat Feierabend, ich bin besoffen“, kontere ich lustlos und mache mich auf den Weg zur Garderobe.

Die Garderobiere aka Jackenschnepfe versucht, mit mir zu flirten, und ich stufe ihre Gestammel tatsächlich als armselig genug ein, um ihr einen Zwanziger in die Pfote zu drücken, damit sie sich einen Spachtel leisten kann, um die millimeterdicke Make-up-Schicht aus ihren Gesicht zu bekommen.

Unseren Babysitter lasse ich ein Taxi rufen und ich stürze ihn in eine tiefe Entscheidungskrise, als in seinem Gorillahirn endlich die Information ankommt, dass Teeniestar Nummer Eins zurück ins Hotel zu fahren beabsichtigt, während Teeniestar Nummer Zwei vor Ort bleiben und sein Image polieren wird. Weil ich leider keine Zeit und erst recht keine Lust habe, mir das Quietschkonzert der rostigen Zahnrädchen hinter seiner Stirn anzuhören, schiebe ich ihm den Vorschlag unter, anstatt eines Taxifahrers doch einen Security aus dem Hotel zu ordern, und mache mir außerdem die gedankliche Notiz, ihn bei David anzukreiden. Sollte tatsächlich einmal ein durchgeknallter Hater ein Springmesser zwischen meine Schulterblätter pflanzen wollen, hätte sich wahrscheinlich schon ganz Deutschland an meinem Grab versammelt, bevor dieser nackte Affe auf die Idee käme einzugreifen.

Es tröpfelt, als mein gepanzerter Chauffeur mich endlich abholt und zum Auto geleitet – ohne Regenschirm. David wird zwei fristlose Kündigungen ausstellen müssen.

Nein, ich bin nicht gemein. Ich bin auch nicht zynisch. Arrogant? Nie im Leben. Ich bin ein netter, junger Mann, der seine Fresse beinahe 24/7 in irgendwelche Kameras zu hängen hat, und ich habe nicht vor, 2009 die Inneneinrichtung der Uniklinik Hamburg-Eppendorf zu bewundern und meine Glatze zu streicheln. Ich weiß sehr genau, wie vielen emotional verkümmerten Seelen ich damit eine Freude machen könnte, aber sind wir doch einmal ehrlich – wie der Messias sehe ich nicht gerade aus.

Nichtsdestotrotz spiele ich gern den barmherzigen Samariter für euch, wenn ihr eine hübsche, glitzernde Hülle braucht, in die ihr alle eure kitschigen Kleinmädchenträume stopfen und euch einbilden könnt, ich würde so was nie machen. So was wie euer Ex-Freund, dieser verdammte Scheißkerl. Oder der Idiot, der glaubt, er wäre zu gut für euch. Nein, ich bin anders, ganz anders und ganz hohl, und das nur für euch.

Insofern ist es doch nur fair, dass ihr artig „Danke“ sagt. Insofern ist es doch nur fair, wenn ich die Mundwinkel fallen lasse, wenn ihr nicht hinschaut, und mich davon überzeuge, dass ich noch keine Gesichtslähmung erlitten habe. Insofern ist es doch nur fair, dass die Gorillas, die sich für den Schutz meiner Person verantwortlich schimpfen, wenigstens an Selbstverständlichkeiten wie Regenschirme denken.

Anscheinend nicht.

Anscheinend ist man auch mit einer Vitrine mit Deutschlands wichtigsten Musikpreisen dazu verdammt, mit nassen Haaren in einem kalten Ledersitz hin- und herzurutschen und sich die Nase an der noch kälteren Scheibe platt zu drücken.

Autos, Autos, Ampel, Autos, Kreuzung, Werbeplakat, Autos, besonders hässliches Auto – Tom würde jetzt gekünstelt würgen, Zebrastreifen, Autos, Autos, Autos, verdammt noch mal, warum werden wir ständig überholt? Autos. Leuchtreklame. Ich muss pissen. Autos. Hätte den letzten Caipirinha nicht trinken sollen. Tunnel. Ich will ficken, sonst penn ich hier noch weg. Jetzt. Autos. Wie viele Nummer 1-Hits müssen wir denn noch landen, bevor Deutschland sich endlich beim Wort nimmt und uns zu Füßen liegt? Autos, Laterne, Laterne, Laterne. Knien würde mir auch schon reichen. Protzige Bonzenkarre. Autos, Kreuzung, Lastwagen, Bushaltestelle, Kreuzung, rote Ampel. Scheiße. Nervosität, wippendes Bein, Scheibe anhauchen. Warten.

Warten.

Warten.

Grün. Yeah. Autos, Autos, scheiß Autos, Unterführung, Autos, Hotel, Regen, Treppe, Lobby, Aufzug, Flur, Zimmer, Tür zu, Toilettendeckel hoch, pissen. In teuerste Emaille, versteht sich. Eigentlich sollte ich nicht spülen und es als Signatur betrachten, aber ich bin ja ein lieber Fratz und mache, was meine Mama mir gesagt hat. Dass ich keine Lust habe, mir die Hände zu waschen, muss sie nicht wissen. Bin ich nicht ein süßer, kleiner Rebell?

Süß auf jeden Fall. Ich mache einen Schmollmund vor dem Spiegel und lasse ein paar feuchte Strähnen über meine Augen fallen. Sie sind heute glatt, so wie Tom es mag. So wie ich es mag. Ich komme mir jedes Mal vor wie einer von Nenas Luftballons, wenn mein begnadeter Stylist mit mir fertig ist, und ich finde, ich bin zu alt für Nena. Bei aller Liebe.

Mein kleines, kleines Zimmer ist ein Ballsaal, mein Bett eine verödete Spielwiese und der Fernseher so breit, wie das Programm flach ist. Ich sollte kiffen, ich sollte koksen, ich sollte die exquisiteste Droge der Welt durch meine Stupsnase ziehen.

Ich fummele meine Kippen aus meiner Lederjacke und zünde mir eine an. Nikotin und Alkohol, das sind meine lieb gewonnenen Begleiter auf langweile After Show Partys, wobei der Alkohol wegen seines schlechten Einflusses nicht so oft mit mir ausgehen darf wie der Nikotin. Der ruiniert nämlich nur meine Lungen und auf meine Singstimme kann ich im Gegensatz zu meiner Stimme generell getrost verzichten. Model, Designer, Produzent – das Arbeitsamt kann mir den Allerwertesten küssen.
Mit dem Alkohol ist das etwas anderes. Ich mag Designermöbel, ich mag allgemein alles, dem man seinen hohen Preis ansieht, aber ich möchte wie gesagt nicht herausfinden müssen, worauf sich Teeniestars in der UKE legen dürfen, wenn ihnen der Onkel Doktor die Löcher in ihrem Hirn stopfen muss.

Dabei würde ich mich jetzt so gerne mit Snoopy unterhalten. Oder Harmonibärchi. Würde ich mich nicht selbst damit beleidigen, wäre ich jetzt sogar bereit, das Nichtraucherschutzgesetz mit dem Handtuchhalter zu diskutieren, aber erstens gibt es da dieses nette, kleine Ding namens Stolz und zweitens bin ich nur betrunken und selbst das nicht mehr richtig.

Ich bediene mich an der Minibar, öffne das Fenster, schnippe den Zigarettenstummel in die Tiefe und stecke mir die nächste Kippe an. Ich bin nicht schwindelfrei und trotzdem kann ich dem Drang nicht widerstehen, mich so weit in die Nacht zu beugen, dass man mir nur einen winzigen Stups geben müsste, um mich fünf Stockwerke tiefer zu befördern. Es kitzelt in meiner Brust, in meinem Bauch, und meine Atmung beschleunigt sich.

Ich würde genau neben dem Eingang landen, neben dem angeberischen, roten Baldachin mit den getrimmten Buchsbäumchen darunter, die links und rechts neben der Tür Spalier stehen. Zwei Meter neben dem roten Teppich würde ich landen und der livrierte Bückling, der mir vor ein paar Minuten noch einen guten Abend gewünscht hat, würde ein ekelhaftes Schmatzen hören und sich mit pikierter Miene nach dem Fleischklumpen umsehen, der einmal der begehrteste Achtzehnjährige Deutschlands war.

Landen Menschen eigentlich immer auf der Bauchseite, wie ein Butterbrot, oder liegt es einfach daran, dass sie mit dem Bauch voran springen?
Wenn ich springe, werde ich mich nach hinten fallen lassen. Wie in „Spring nicht“, damit der PR-Gag für Georgs und Gustavs weiteres Auskommen reicht, und der Extravaganz wegen. Ich habe noch nie ein Sprungopfer gesehen, das mit dem Rücken auf dem Asphalt geklebt hätte. Ich habe noch nie irgendein Sprungopfer gesehen. Wirklich schade, dass ich mich nicht selbst sehen kann, wenn ich springe.

Meine linke Hand krallt sich am Fensterrahmen fest, ich lege meinen Kopf in den Nacken und lehne mich etwas zurück. Vorsichtshalber. Die Nacht ist grau und voller Lichter. Ich hasse es zu warten. Ich hasse es grundsätzlich, aber die Wartezeiten am offenen Fenster mit einer Kippe zwischen den Lippen und einer eiskalten Flasche in der Hand sind die schlimmsten. Ich bin innerlich auf 180 und wenn ich nicht wüsste, dass Tom mir den Kopf dafür abreißen würde, hätte ich gute Lust, die Beine aus dem Fenster baumeln zu lassen und mit meinen Stiefelabsätzen gegen die Fassade zu trommeln.

Ich schnippe den Stummel von Kippe Nummer 2 in die Tiefe und zünde mir Nummer 3 an. Wie ich das Warten hasse.

Ich könnte mich aufs Bett legen und mich um die genitale Fehlstellung in meiner Hose kümmern, ein Ständer in Hüftjeans ist alles andere als angenehm. Problem: Tom. Er wird mich auslachen, wenn ich unseren Wettstreit verliere. Unseren kleinen, privaten Wettstreit, wer öfter hintereinander kann. Tom hat es einmal auf fünf Mal gebracht und irgendwann werde ich ihm noch beweisen, dass er gedopt hat. Außerdem war er jedes Mal nach zwei Minuten fertig.

Ich hasse Warten. Ich hasse es, wenn meine Gedanken sich im Kreis drehen. Ich hasse es, ich hasse es, ich – mein Handy vibriert in meiner Jackentasche. In meiner Brusttasche. Ich trage es gern an dem Fleck, an dem früher einmal mein Herz war. Ha.

„Bill?“ Toms Stimme ist kratzig und dunkel. Er klingt erschreckend nüchtern und wenn ich die Schmatzgeräusche im Hintergrund richtig interpretiere, küsst ihm gerade eine der beiden Ischen den Schoß.

„Bill, wir sind in fünf Minuten im Hotel. Komm...“ Mädchengekicher und eine quietschiges, angetrunkenes Stimmchen, das zusammenhanglosen Sirup in Toms Ohr träufelt, unterbrechen ihn. „Is´ gut“, kann ich ihn undeutlich knurren hört, bevor er die anhängliche Kleine zur Seite schiebt. Sie quiekt protestierend. „Sorry, Alter. Klammeraffe. Also, Viertelstunde und du klopfst bei mir, ´kay?“

Ich brumme zustimmend und ziehe an meiner Zigarette.

„Bill? Bist du noch dran?“

„Hm.“

„Du musst `tschüss´ sagen“, grinst er.

„Nö“, antworte ich und grinse selbst.

„Doch.“

„Nö.“

„Bill?“

„Hm?“

„Du musst.“

„Nö.“

Wir spielen unser Spiel so lange, bis ich auch meine dritte Kippe durch das Fenster entsorge und Toms Taxi vor dem Hotel hält. Ich lege auf – ohne „tschüss“ gesagt zu haben – und beuge mich nach draußen. Der Baldachin versperrt mir die Sicht, nur ein euphorisches Kieksen schrillt bis zu mir nach oben. Ich hoffe, sie sind nachher leiser.

Ich ziehe mir die Lederjacke aus und schlendere ins Bad, um mich abzuschminken. Wenn ich eines nicht ausstehen kann, dann ist das, wenn mir der Lidschatten über das ganze Gesicht verläuft und ich aussehe, als ob ich meinen Kopf in einen Holzkohleofen gesteckt hätte. Meine Ketten und Ringe landen in ihren Samtbettchen, sie sind noch zu klein, um den nicht jugendfreien Szenen beizuwohnen, die sich gleich in Toms Zimmer abspielen werden.
Ganz davon abgesehen möchte ich die Damen nicht Versuchung bringen. Eine Frau, die keine Skrupel hat, dir gleich nach dem Händeschütteln ihre Fotze zu zeigen, hat auch keine Skrupel, sich ungefragt an deinem Schmuck zu bedienen.

Ich komme mir nackt vor, als ich nur in T-Shirt, Jeans und Stiefeln auf den Gang trete. Sogar meinen Gürtel habe auf meinem Bett liegen gelassen. Tom hat das Zimmer zwei Türen weiter und ich klopfe energisch an das mahagonifarbene Holz, ein Mal lang, drei Mal kurz.

Tom steckt den Kopf durch den Türspalt, seine Dreads hängen ihm offen auf die Schultern.

„Hey“, lächelt er und tritt ein Stück zu Seite, so dass ich ins Zimmer schlüpfen kann.

„Alles schon fertig“, sagt er, küsst mich auf die Wange und folgt meinem Blick mit strahlenden Augen auf die sich darbietende Szenerie als wolle er sagen „Guck mal da, hab ich alles allein gemacht!“

Ich ziehe einen Mundwinkel nach oben und nicke leicht. „Gutes Tomtom“, raune ich und er boxt mich grinsend in die Seite.

Er hat wirklich ganze Arbeit geleistet: Riesentitte kniet auf seinem Bett und steckt einer Möchte-gern-Avril Lavigne mit einem winzigen Arsch die Zunge in den Hals. Sie stöhnen, reiben sich aneinander und Avril ist so gefangen in ihrem Tun, dass sie ihr Sektglas zu schief hält und die goldene Flüssigkeit nach und nach auf die Laken tröpfelt.

„Auch ein Glas?“, fragt Tom, streicht an mir vorbei und bückt sich zur Minibar hinunter.

„Immer“, antworte ich, während er den Korken knallen lässt und das Etikett abreißt, damit wir die neu geöffnete Flasche von der bereits geöffneten auf dem Sideboard unterscheiden können. Auch wenn ich mich damit zum dritten Mal wiederhole, ich habe einfach keinen Bock auf Drogen.

Tom drückt mir ein Glas in die Hand. Ich lasse die aufsteigenden Perlen meine Nase kitzeln, während ich darauf warte, dass auch er sich einschenkt und mit mir anstößt.

„Auf dich“, sagt er.

„Dito.“

Unsere Sektflöten klirren aneinander, wir werfen den Kopf in den Nacken und schütten das Schaumwasser auf einmal hinunter.

Riesentittes Zunge hat sich inzwischen in Avrils Bauchnabel verirrt und wandert küssend und leckend wieder höher, während Avril sich ihr Top über den Kopf zerrt und es hinter sich wirft, in unsere Richtung.

„Meinst du, die brauchen uns überhaupt?“, fragt Tom schmunzelnd und leckt sich einen Champagnertropfen vom Mundwinkel. „Gefällt sie dir?“

Ich lege den Kopf schief und mustere Avril prüfend. Lange, glatte, blonde Haare hat sie, eine knabenhaft dünne Figur, kleine Hände mit schwarz lackierten Nägeln und ein rundes, kindliches Gesichtchen mit Schmollmund und Stupsnase. Niedlich.

Ich nicke und Tom lächelt, nimmt mir das leere Glas ab und mich an der Hand.

„Dann komm“, sagt er und führt mich zum Bett, wo er seine Hand in Riesentittes Haare vergräbt und sie so von Avril löst.

„Du tust mir weh“, keift Riesentitte. Tom sieht sie an, als könne er kein Wässerchen trüben.

„Aber, aber, Süße. Ich mach das wieder gut.“

Bevor sie weiter herumzicken kann, findet sie sich mit Tom über sich und ihrem Rücken auf der Matratze wieder, wo er sich sofort daran macht, sie ihres Oberteils zu entledigen. Sie stöhnt, als ihre harten Nippel den Stoff seines T-Shirts berühren, und drückt ihm ihr Becken entgegen.

Avril hockt ein wenig schüchtern auf den Fersen und begafft verstohlen die Peepshow direkt vor ihr. Ihre Schultern sind schmal und rund, Taille hat sie kaum. Tom hat wieder einmal besser gewusst als ich, worauf ich heute Appetit habe.

Ich schleiche mich an sie heran und knie mich vorsichtig hinter sie. Sie merkt, wie die Matratze unter meinem Gewicht nachgibt, rührt sich aber nicht vom Fleck. Außerdem hat sie inzwischen anscheinend begriffen, dass es weder meinem Bruder noch seinem Spielzeug peinlich ist, unverhohlen angestarrt zu werden, und es aufgegeben, verschämt zur Seite zu blinzeln oder ab und an die Augen zu schließen. Es gefällt ihr, was sie sieht, und wie sehr, werden wir gleich herausfinden.

Sie ist viel zu drauf, um zu merken, ob ich ihr süßliche Nebensächlichkeiten ins Ohr flüstere oder nicht, als ich meine linke Hand über ihren Oberschenkel wandern lasse und mit meiner rechten ihre Fersen weiter auseinander drücke. Geschmacklos - anders kann man ihren weißen Minirock mit Netzrüschen beim besten Willen nicht nennen. Aber er ist kurz und darunter trägt sie einen String, der bereits vollkommen mit ihrem Saft getränkt ist. Sie tropft richtig. Und sie seufzt und lehnt sich gegen meine Brust, als ich einen Finger in sie schiebe. Ich sollte dafür sorgen, dass Avril und Titte Handynummern austauschen, wenn wir hier fertig sind – sie würden sicher beste Freundinnen werden.

Avrils Parfüm ist süß und billig und steht wahrscheinlich in einem knallpinken Flakon in ihrem Jungmädchenzimmer. Ich hätte sie zu gern gebissen, aber so wie sie riecht, möchte ich nicht wissen, wie ihre Bodylotion schmeckt. Stattdessen begnüge ich mich damit, mein Kinn auf ihre Schulter zu legen, einen zweiten Finger in ihrer Hitze verschwinden zu lassen und Tom dabei zuzusehen, wie er zwischen Tittes Schenkel taucht und sie von Jeans und Tanga befreit. Titte ist rasiert, aber nicht ganz, ein schmaler Strich dunkelbrauner Härchen zieht sich noch über ihren Venushügel. Fehlt nur noch die Pfeilspitze und ein Schild: Perle – 5 cm. Während ich mir auf die Lippe beiße, um nicht zu kichern, verzieht Tom das Gesicht. Er mag es nicht, und wenn es noch so winzige Stoppeln sind, und Titte scheint es zu merken.

„Is´ was, Süßer?“, gluckst sie und grabscht sich selbst an die Möpse. Der Süße grunzt nur und erstickt seine Flüche damit, indem er anfängt sie zu lecken.

Ich bewundere ihn dafür, ehrlich. Genau so, wie ich ihn in der Grundschule für seinen Mut bewundert habe, einen Regenwurm zu essen. Tom hat auch schon Wachsmalkreiden probiert, pures Butterschmalz, Sonnencreme, eine lebende Fliege und Kasimirs Nassfutter. Überhaupt hatte er Dinge sowohl an als auch in seinem Mund, die dem Ausdruck „Drecksmaul“ eine ganz andere Bedeutung geben. Eine wörtliche nämlich.

„Hey“, sage ich, als Titte stöhnend nach Toms Dreads greift. „Hey, lass das.“ Titte sieht mich mit großen Augen an. Ihr Mund steht offen, sie keucht und mein strenger Blick lässt sie ihre Hände schließlich brav wieder zurückziehen. Gutes Mädchen. Ich grinse sie an, als wäre sie eine Kamera, und spreize meine Finger, was Avril mit einem überraschten Kieksen quittiert.

Tom blinzelt kurz zu mir hoch und verdreht die Augen. Wir sind uns also einig, der fehlende Lautstärkenregler an Frauen ist definitiv ein großes Manko. Andererseits ist er aber auch kein unlösbares Problem.

„Gibt’s du mir mal die Fernbedienung, Sweetie?“, säusele ich Avril zu, aber sie grinst nur selig und drückt sich meiner Hand entgegen. Seufzend nehme ich ihr meine Finger weg, stehe selbst auf und wühle die Rettung für meine und Toms Ohren aus der Ritze zwischen den beiden Matratzen des Doppelbetts. Unangenehme Geräusche ertränkt man am besten in unaufdringlichem Hintergrundgelaber und was könnte für einen besseren Soundtrack zum Vögeln geben als einen Softporno? Richtig, Hunderte, und ich werde mir keinen einzigen davon mit der Erinnerung an Tittes penetrante Schnappatmung ruinieren lassen.

Nachdem ich für eine angemessene Geräuschekulisse gesorgt habe, die jeden, der zufällig draußen vorbeigeht, zu dem Schluss kommen lassen muss, Tom hätte ein halbes Cheerleaderteam abgeschleppt, krabbele ich von der Seite wieder aufs Bett. Tom, der sich der Bequemlichkeit halber auf den Bauch gelegt und seine Arme unter Tittes Schenkel geschoben hat, murrt protestierend, als ich meine Beine quer über seine lege, doch kaum hat er meine Hand über die Kuhle zwischen seinem Rücken und seinem Hintern streichen gespürt, verwandelt sich sein Knurren in ein versöhntes Schnurren. Ich massiere seine warme Haut mit den Fingerspitzen und klopfe auf den freien Platz links neben mir.

„Hi, Bill“, giggelt Avril, als sie auf den ihr zugewiesenen Platz rutscht. Ist das ein Anflug von Himbeerrosa auf ihren Wangen oder bekommt mir der Champagner nicht mehr?

„Hi, Schönheit“, lächle ich, nehme die Hand, die sie mir schüchtern hinhält, und führe sie zu meinem Reißverschluss.

„So einer bist du“, kiekst Avril weiter. Ach nein, welch Skandal.

Ich ziehe meine Augenbrauen nach oben und bedeute ihr mit einem Grinsen, dass sie sich jetzt nicht mit meinem Charakter zu beschäftigen hat. Avril nestelt meinen Schwanz aus meinen Boxern und nimmt ihn sofort so tief in den Mund, dass in mir die Hoffnung zu keimen beginnt, tatsächlich einmal an ein Mädchen geraten zu sein, das Deepthroating beherrscht.

„Du kannst ruhig ein bisschen beißen“, sage ich, bevor ich meine Augen schließe und meinen Kopf in den Nacken rollen lasse. Sie hmmt zustimmend und jagt dabei Vibrationen über meine Spitze, die mich meine Fingernägel in Toms Seite graben lassen.

„Scheiß Sadist“, nuschelt er gegen Tittes Fotze.

„Baby“, seufze ich. „Tomtom.“

Tomtom knurrt und lässt mich weiße Muster auf seinen gebräunten Hintern zeichnen, während ich meine andere Hand in Avrils Haaren vergrabe und ihr den Rhythmus vorgebe. Ich bin Musiker, ich weiß, welcher Takt der beste ist. Und Avril macht ihre Sache wirklich erstaunlich gut. Sie zieht ihre Zähne über meine Spitze, knabbert, küsst und leckt, und vergisst auch nicht, meine Eier zu kitzeln. Als ich ihr mit den Hüften entgegenkomme und die Rückwand ihres Rachens spüren kann, reißt sie trotz ihrer bisherigen Routine erschrocken die Augen auf und beginnt hastig zu schlucken – und gibt mir damit den Rest. Tom stöhnt auf, als er meine Nägel zum zweiten Mal unsanft zu spüren bekommt.
Da mein Schwanz und mein Sperma offensichtlich zu viel für Avril sind, lasse ich sie los und sie schnellt würgend nach oben. Wenn sie jetzt spuckt, wird Tom mit mir teilen müssen.

„Eins zu Null“, keuche ich und beobachte Avril besorgt, aber die Kleine beherrscht sich.

„Nicht mehr lang“, meint Tom schief grinsend und reißt das eben aus dem Nachtkästchen zu Tage geförderte Zellophanpäckchen mit den Zähnen auf.

Er hat Titte von vorne, von der Seite und von hinten. Eins zu Eins. Bevor er den Rundum-Fick komplettiert, in dem er sie reiten lässt, stürzt er ein Glas Champagner herunter und küsst mich hart auf den Mund. Ich kann seine Zungenspitze gegen meine Unterlippe stupsen spüren, aber ich kneife meine Lippen fest zusammen. No way. Nicht, nachdem er Titte abgeschleckt hat.

Außerdem bringt er mich aus dem Takt. Ich besorge es Avril im Stehen, man will doch in Form bleiben. Zwei zu Eins. Ihre schwitzigen Handflächen hinterlassen dunkle Flecken auf der Tapete. Ob das wieder rausgeht? Nicht, dass es mir besonders leid tun würde, wenn es nicht so wäre. So ein hässliches Lindgrün ist mir bisher noch nie untergekommen und außerdem war es Avrils Idee, sich an der Wand abzustützen. Ich habe damit nichts zu tun.

Titte hat nicht wirklich Ahnung, wie sie ihr Becken auf Tom bewegen muss. Wäre ich mein Bruder, hätte ich außerdem Angst, von ihren Möpsen erschlagen zu werden. Mein mutiger, mutiger Tom. Er sieht schnell ein, dass Titte die Regie zu überlassen keine gute Idee war, rollt sie beide herum und kniet sich über Tittes Bauch.

Ich wusste es und ich kann nicht anders, als ziemlich dümmlich zu grinsen, als Titte mit einer köstlichen Mischung aus Verwunderung, Ekel und Erregung seinen dank ihrer eigenen Körperflüssigkeiten glitschigen Schwanz anstarrt, den er zwischen ihre Brüste schiebt. Zwei zu Zwei.

Zum Abschluss kümmert Tom sich noch um Tittes Hintereingang. Drei zu Zwei. Seine Variabilität ist heute wirklich bewundernswert. Er scheint seine Zukunftsplanung als internationaler Pornostar ernster zu nehmen, als ich dachte.

Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich für so viel Action schon zu müde bin, und mich stattdessen damit begnüge, mich mit Blick auf seine professionelle Bunnybearbeitung in einen Sessel zu flaken, im Kopf den Preis des Brokats an meinem nackten Arsch zu überschlagen, und mir von Avril noch einmal Köpfchen geben zu lassen.

Tom hat vor ein paar Monaten angefangen, regelmäßig zu trainieren und es steht ihm gut. Seine Schultern sind breiter geworden, seine Arme kräftiger. Auf seinem flachen Bauch zeichnen sich deutliche Muskelpakete ab, die unter einer hauchdünnen Schweißschicht golden glänzen. Schweiß rinnt ihm auch von der Stirn, sickert durch seine Brauen und läuft ihm in die Augen, aber er blinzelt kaum, um das Brennen loszuwerden. Stattdessen starrt er mich an, nagelt mich mit tiefbraunen, glasigen Augen fest, während seine Lippen lautlos Worte formen als würde er beten.

Er ist ein Bild für die Götter. Für mich. Seine Dreads wippen im Takt seiner Stöße, fallen ihm ins Gesicht, bis er unseren Blickkontakt für einen Wimpernschlag unterbricht und sie mit einer einzigen, schnellen Kopfbewegung zurück auf seinen Rücken schleudert wie Tarzan höchstpersönlich. Mein Bruder, die Verkörperung des Urmannes. Apoll, Mars und ja, Tarzan, in einer Person.

Sein Keuchen macht mich taub für das Schmatzen und Stöhnen der beiden Weiber, ich kann und ich will nichts hören außer ihm. Meins, meins, meins.

Avril ist diesmal vorsichtiger, richtig langweilig, aber dank Toms Starren strömt das Blut zurück in meinen Schwanz. Er lässt seine Zungenspitze zwischen seinen rot gebissenen Lippen hervorblitzen, fickt das wimmernde Stück Fleisch unter ihm gnadenlos in die Matratze und ich merke, wie sich mein Brustkorb mit der gleichen Heftigkeit zu heben und zu senken beginnt wie seiner.

Meins, meins, meins und er wird schneller und schneller, bis ich nicht mehr kann, Avril auf den Teppich stoße, sie auf allen Vieren positioniere und es meinem großen Bruder nachmache.

Avril versucht, sich auf den Knien aufzurichten, mir das Gesicht zuzudrehen und mich zu küssen, aber ich drücke sie mit einer Hand im Nacken zu Boden. Ich küsse nur eine Schlampe und die hat Dreads, die kann es sich leisten, die ist ein Gott. Meins, meins und meins.

Tom lächelt mich an, ich lächle zurück, wir verhaken unsere Blicke wieder ineinander und es dauert nicht lang, bis es Drei zu Drei steht.

Kaum beginne ich von meinem Orgasmus zurück in die Realität zu driften, trifft mich eben jene wie ein Schlag ins Gesicht. Ich stecke mit meinem Schwanz bis zum Anschlag im Enddarm einer kleinen, benebelten Nutte. Ich habe etwas gefickt, dem ich unter anderen Umständen nicht einmal die Hand gegeben hätte. Mir wird schlecht und einen Moment lang kommt es mir so vor, als wäre ich die Hure, nicht sie.

Ich drehe den Kopf zur Seite, als ich mir aus ihr zurückziehe. Ich will nicht wissen, wie das Kondom aussieht. Auf dem Weg ins Badezimmer werfe ich es blind in den Abfalleimer, bevor ich die Tür hinter mir ins Schloss ziehe und mich unter die Dusche stelle.

Meine Atmung beruhigt sich erst wieder, als das heiße Wasser auf meine Schultern prasselt und ich duftendes Duschgel auf meinem Körper verreibe. Von draußen kann ich Stimmen erahnen, Tom komplimentiert die Mädchen vor die Tür. Ich sollte ein schlechtes Gewissen haben, weil immer er derjenige ist, der sich mit Kuschelversuchen, Fragen nach Handynummern und eventuellen Wiederholungen und manchmal auch mit Tränen herumschlagen muss. So zugedröhnt die Weiber auch sein mögen, lästig sein beherrschen sie immer, auch wenn sie einen Trip schieben. Ich sollte mich mit ihm abwechseln. Sollte ich?
Er hat mich nie darum gebeten, es erst recht nicht verlangt.

Seufzend lehne meinen Kopf gegen die Fliesen und beobachte, wie Schaum und Schlampengeruch in den Abfluss kreiseln.

Als Tom zu mir unter die Dusche schlüpft, ist meine Haut rot vor Hitze.

„Krebs“, bemerkt er grinsend, angelt sich das Duschgel und lässt den Deckel aufschnalzen.

„Hummer“, antworte ich, nehme ihm die Flasche weg und drücke einen Klecks auf meine Handfläche.

„Delikatesse“, sagt Tom, während ich das Gel in kleinen, kreisenden Bewegungen auf seinem Oberkörper verteile.

Er nagt scheinbar gedankenverloren an seinem Piercing und sieht mich von unten herauf an. Seine Pupillen sind geweitet und lassen seine Hundeaugen fast schwarz erscheinen. Ergeben drehe ich ihn herum und massiere seine Schultern. Tom purrt leise. Hund oder Katze, er sollte sich langsam entscheiden.

„Bill?“, fragt er leise, als ich schließlich meine Arme um seine Hüften schlinge und ihn an meine Brust ziehe. „Du nimmst mich schon mit, oder?“

Ich lächle gegen seinen Nacken, teile die feuchten Dreads mit den Fingern und puste sanft auf seinen Haaransatz. Ich bin der Einzige, den er nicht zu fragen braucht, und er fragt mich jedes Mal.

„Immer“, antworte ich und küsse den kleinen Knubbel seines letzten Halswirbels. Sein Lächeln wird von einem zufriedenen Schnauben begleitet.

Wir helfen uns gegenseitig in die plüschigen Hotelbademäntel und huschen über den Gang in mein Zimmer, wo der weiße Frottee sofort mit dem Teppich Bekanntschaft machen darf. Soll das Zimmermädchen doch denken, was sie will, wenn sie in Toms Zimmer kommt und nichts als zerwühlte Laken, benutzte Kondome, verschütteten Champagner und einen Fernseher vorfindet, der ihr irgendeine Dauerwerbesendung für den Schlüssel zur hausfraulichen Glückseligkeit entgegenplärrt.

Nackt schlüpfen wir in mein Bett und drehen uns auf die Seite, die Gesichter einander zugewandt. Wir liegen lange einfach da, betrachten unser Spiegelbild und streichen uns ab und zu über die Schläfe und die Wange, um uns zu versichern, dass wir wirklich zwei Körper haben.

Irgendwann küssen wir uns, langsam und ohne Leidenschaft.
All die Gier, die vor ein paar Stunden noch in unserem Inneren revoltiert hat, ist im Abfalleimer verschwunden, und geblieben sind nur wir zwei, Tom und ich, ich und Tom.


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